Bald geht es los

Samstag, 08.12.2012

Endlich ist es soweit ! Birgit und ich werden am kommenden Montag zu einer lang ersehnten Reise aufbrechen. Das erste Ziel unserer Reise wird Singapur sein, wo wir für 3 Tage einen Zwischenstop einlegen werden. Danach geht es weiter nach Auckland, Neuseeland.

Auckland ist die größte Stadt Neuseelands und liegt auf der Nordinsel.

Nach 2 Tagen wird uns ein Inlandsflug nach Christchurch auf die Südinsel bringen. Dort werden wir unser Wohnmobil übernehmen, mit dem wir dann ca. 3 Wochen die Südinsel erkunden wollen und danach den Rest der Zeit (knapp 2 Wo.) die Nordinsel.

Im Netz der Netze gibt es reichlich Möglichkeiten, sich über Aotearoa -- Das Land der langen, weißen Wolke -- zu informieren. Ein erster Einstiegspunkt ist Wikipedia mit den Stichworten Neuseeland und Aotearoa.

Wir haben uns besonders mit Hilfe von Reiseführern "schlau" gemacht.

Birgit und ich hoffen im Laufe der Reise Eindrücke zeitnah in diesem Blog einstellen zu können. Das hängt aber auch von Faktoren ab, die wir nicht oder nur bedingt in der Hand haben. Als da wären:

  • Unterwegs zum richtigen Zeitpunkt einen Internetzugang
  • Zu diesem Zeitpunkt dann auch noch genügend Energie um auf einem Netbook mit 11,6" Bildschirm einen ansprechenden Text zu verfassen

Berichtenswertes werden wir hoffentlich zahlreich erleben ...

Zum Schluß noch die Motivation für den Titel:

"Wir sind dann 'mal weg !" -- in Anlehnung an Hape Kerkeling -- findet man wie Sand am Meer, "Neuseeland, wir kommen !" leider auch und Überschriften, in denen Aotearoa vorkommt, natürlich auch.

Also musste ein Arbeitstitel her, der ein gewisses Alleinstellungsmerkmal hat. Und den haben wir unserer Meinung nach auch gefunden.

Leuchtturm und Prinz Heinrich in Neuseeland

Einige Verwandte werden den Hintergrund möglicherweise kennen oder zumindest in der Lage sein, diesen zu erraten oder zu recherchieren. Und wenn wir es nicht versäumen, dann werden wir am Ende unserer Reise auch die finale Lösung verraten ... Zwinkernd

Alla dann,
Birgit und Reinhard.

Am Gate in Frankfurt

Montag, 10.12.2012

Wir möchten die Zeit, die wir in Frankfurt auf unseren Flug warten, nutzen und uns für den einen oder anderen Tip, den wir bekommen im Vorfeld haben, bedanken.

Allen voran die viele Autoren der unzähligen Reiseführer, die besonders Birgit in Vorbereitung dieses Trip gescannt hat.

Aber dann gibt es auch noch Personen, mit denen wir interaktiv die Sache erörtern konnten. U.a. sind das Ute, Dirk, Volkmar und Reiner.

Uns ist klar, dass jeder Trip anders verläuft und es immer auch auf die Betrachtungsweise ankommt. Aber es hat uns in der Vorbereitung einiges geholfen.

Besonders der Hinweis von Volkmar nicht alles in deutscher Art feldmrschmässig zu planen, ist sicher kein schlechter Tip und hat unsere Vorbereitung schon beeinflusst.

Auch der Tip mit der Seite Rankers und den Seiten von Metservice war eine große Hilfe, die wir auch während der Reise nutzen werden. Zu wissen wie das Wetter wird, ist sicher kein Nachteil ... ;-)

So, der A380 für den Flug LH778 Frankfurt - Singapur steht vor dem Gate und wird vorbereitet. Die A330 nebenan sieht aus wie ein Spielzeug. Dabei ist das Teil gar nicht 'mal sooo klein ...

Auf geht's zum Zwischenstop in Singapur !

Bis demnächst mit weiteren Eindrücken unserer Reise,
Leuchtturm und Prinz Heinrich.

Flug im A380 // Singapur

Sonntag, 16.12.2012

Di., 12.12.2012: Wir sind da ! Nach 12h Flug sind wir ca. 135km nördlich des Äquators angekommen. Birgit (Fensterplatz) ist bei der "Flughafenrundfahrt" nach der eigentlichen Landung mit dem A380 aufgefallen, dass neben den Rollbahnen große Kanäle sind -- Regenwasserkanäle. Und mit groß ist eigentlich sehr groß gemeint.

A380

Apropos Airbus A380: Das ist schon ein geiles Gerät. Ein wahnsinniges Raumgefühl mit viel Kopffreiheit. Im Vergleich zu einer Boeing 757 -- einem Flieger mit nur einem Mittelgang und entsprechend kleinem Rumpfdurchmesser --, mit der ich (Reinhard) schon mehrmals das Vergnügen hatte während Dienstreise nach NY-JFK zu fliegen, sind das Welten. Und auch im Vergleich zum Jumbo ist beim A380noch 'mal ne Schippe drauf gelegt worden.

Auch beim A380 scheint zu gelten, was auch von anderen Airbus-Fliegern berichtet wird: Airbus-Flugzeuge sind in der Kabine subjektiv leiser als vergleichbare Boeing-Erzeugnisse. (Diese Beurteilung wird auch durch die Erfahrung in der Boeing 777, mit der wir von Singapur nach Auckland geflogen sind, unterstützt; Der A380 war innen irgendwie leiser ...)

Leider sind die Sitze und die Sitzabstände nicht im gleichen Maß mit gestiegen. Und die Leseleuchten sind auch mit den Gepäckfächern nach oben gewandert. Wenn nun der Vordermann seine Rücklehne nach hinten stellt, geht ein Großteil des Lichts auf die Rückenlehne. Sicher nur ein kleines Detail, aber manchmal gibt es Effekte, die sicher so nicht beabsichtigt sind.

Regenzeit

Dass wir in der Hauptregenzeit angekommen sind, haben wir dann auch bei der Fahrt mit der MRT, dem lokalen S- und U-Bahnsystem, nach Downtown Singapur sehr bald eindruckvoll demonstriert bekommen. Schlagartig kam sturzbachartiger Regen. Und genauso plötzlich wie er kam, war er auch wieder weg.

Und viel Regen bei 30°C erzeugt gleichzeitig eine schöne klebrige Luft. Es ist schon eine Umstellung von um die 0°C in eine tropische Umgebung. Gelesen hatten wir davon schon, aber Lesen ist das Eine und Erleben das Andere ...

Unser Hotel

Das von uns über's Internet gebuchte Perak Hotel in Little India hat zu recht die guten Bewertungen ! Es ist ein einfaches, kleines Hotel mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Ein Vergleich mit dem Hotel "Am Nockerberg" in München mag dem einen oder anderen unter euch eine ungefähre Einschätzung geben.

Singapur

Singapur ist eine Megacity und ein Schmelztiegel der Kulturen. Neben noch vorhandenen Artefakten von britischem Flair kommen indische, malayische und chinesiche Einflüsse ganz klar zum Tragen. Interessant ist, dass trotz deutlich mehr als 50%-igem Bevölkerungsanteils von Chinesen es hier auch ein Chinatown gibt. Das ist aber primär darauf zurück zu führen, daß in den 70er und 80er Jahre jede Menge ursprünglicher Häuser dem Bauboom zu Opfer fiel und irgendjemand dann 'mal die Idee hatte, nicht alles platt machen zu dürfen. Ein weisse Entscheidung, wie wir meinen.

In den Bezirken wie Chinatown oder Little India gibt es jede Menge Food Center (Gebäude, in denen es ausschließlich Essensstände gibt) bzw. Food Courts in den dortigen Malls. Hier kann man für wenig Geld (3 - 5 Singapur-$) reichlich und gut essen. In den Food Courts der Malls in den großen Einkaufstraßen jedoch muss man locker das Doppelte hinlegen.

"Malls, Malls und nochmal Malls"

... so einfach könnte man große Teile der Innenstadt Singapur's beschreiben. Und je nach Alter dieser Malls ist dann auch das Preisniveau der Shops. Je neuer desto teuerer ... In verschiedenen Reiseführern ist zu lesen, daß Einkaufen das liebste Hobby der Singapurlesen sei. Das scheint wahrlich zuzutreffen ... ;-)

Mustafa-Centre

Eines dieser Center hat uns besonders gut gefallen. Weniger wegen seiner äusseren Erscheinung als vom Warensortiment -- dem "Portfolio". In diesem Einkaufscenter -- übrigens das erste Center in Singapur welches 24/7 also 7 Tage die Woche rund um die Uhr geöffnet hat -- gab es bis auf Alkohol und Zigaretten einfach alles. Und zwar in Hülle und Fülle auf engstem Raum. Alle Regale dicht an dicht mit aller möglichen Artikel voll gestopft. Birgit hatte im positiven Sinne sofort die Assoziation mit einem ehemaligen Laden in alten Bauschheim. Insider wissen sicher sofort, auf wen sich diese Assoziation bezieht ... 8-)

Starbucks ohne WLAN

Eine interessante Endeckung am Rande: In den lokalen Starbucks gibt es kein WLAN ! Ist schon komisch, wenn die Kette die lokales WLAN in anderen Ländern als Erste salonfähig gemacht hat, an dieser Stelle nix zu bieten hat. Aber so ist die Welt.

Citysightseeing im Regen

Als geübte Nutzer von Hop-On/Hop-Off-Stadtrundfahrten (Dresden, Glasgow) und auch einem 10% Nachlaß für Citysightseeing-Wiederholungstäter haben wir natürlich sofort einen Stand von CitySightseeing aufgesucht, um dort Tickets zu erstehen. Wie auch in Dresden oder Glasgow fahren oben offene Doppeldeckerbusse verschiedene Touren ab, auf denen es eine Vielzahl von Stops gibt, an denen man den Bus einfach verlassen kann und nach einer Erkundung "per pedes" einen der regelmässig vorbei kommenden Busse desselben Unternehmens wieder besteigen kann.

Die besten Plätze sind natürlich oben. Die Heritage-Tour, die wir am Vormittag abgefahren sind, war wettermässig einwandfrei; bei der nachmittäglichen City-Tour war uns das Wetter dann nicht mehr ganz so hold. Birgit und ich wurden jedoch für unseren Mut belohnt und haben nicht wie üblich zwei Sitze direkt neben einander belegt sondern zwei Plätze am Gang, sodass wir nicht unmittelbar nass werden konnten. Pikannt war auch, dass uns dies dann andere Fahrgäste nachgemacht haben, die sich jedoch hinter uns platzieren mussten. Wir hatten von vorn die ersten wirklich trockenen Plätze. Eine junge Asiatin war sich der Problematik des Regens während der Fahrt und der Tatsache des fahrtbedingt schrägen Regens nicht ganz sooo bewusst und hat sich freudig in der Reihe vor uns niedergelassen, um unmittelbar vom nassen Sitz mit einem "iiieeeeee" wieder aufzuspringen ... 8-)

Marina Bay Sands

Eines der neueren Wahrzeichen von Singapur ist der Marina Bay Sands Komplex. Der charakteristische Hotelbau mit den 3 Türmen und dem "Deckel" steht (noch) einsam auf dem aufgeschüttetem Areal östlich des Busniess District / Financial District. Der Deckel ist ein Aufsatz auf die 3 Türme, der neben den üblichen Aussichtspunkten auch ein Freibad enthält. Leider ist dies Schwimmbad nur für Hotelgäste zugänglich, aber das Gefühl in 200m Höhe mit freier Sicht auf den Financil District zu haben, ist schon seeehr interesant ...

Einen Tip unserer Bekannten E. folgend haben wir nicht die 20 S$ (ca. 12,50 €) für die Aussichtsplattform im 56. Stock bezahlt, sondern sind über einen separaten Zugang innen bis in den 57. Stock sind die dortige Lounge gefahren. Etwas verlegen haben wir dort ein Cola getrunken (2x 8 S$ [5€]) und dann erst einmal die kleine Plattform im Bereich der Lounge erkundet. Irgendwann haben wir es dann gewagt und sind mit dem Aufzug eine Etage nach unten gefahren und wurden nicht kontrolliert. Das Flair hat sind wie erwartet mit dem Sonnenuntergang signifikant geändert. Leider war der Himmel die ganze Zeit bedeckt und es hat auch mehrmals geregnet. Jetzt muss man sich 'mal vorstellen, wie das bei "Postkartenwetter" ist.

Lufthansa ohne Plan

Die gute Lufthansa hat uns etwas Stress verursacht. Dass wir von Singapur nach Auckland und von Auckland mit anderen Star-Alliance-Gesellschaften fliegen würden, war uns vorher bekannt. Nur das Lufthansa trotz anderweitiger Informationen an uns zumindest für den Flug von Singapur nach Auckland mit Singapore International Airlines Flug SQ281 (Codeshare LH9760) keine expliziten Sitzplätze für uns geblockt hatte, hat zu etwas Streß oder Unbehagen geführt. Nach aktueller Lage waren wir zwar als Passagiere auf dem Flug gebucht, aber eben ohne definierte Sitzplätze. Letztendlich hat ein freundlicher SIA-Angestellter die Sache für uns in die richtigen Bahnen gebracht und uns empfohlen am Gate nochmal mit dem Bodenpersonal zu sprechen. Letztendlich haben dort dann wir zwei Plätze nebeneinander bekommen. Was da konkret schief gelaufen ist, ist mir nicht klar, aber es widerspricht den Informationen, die wir als Flgplan von LH kommen hatten. Wie heißt es doch so schön: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen ...

Da wir aus verschiedenen Gründen (Jetlag, Müdigkeit nach anstrengenden Exkursionen, überwältigt von dem was wir bis dato gesehen haben, ...) sind erst jetzt (So. Ortszeit Auckland dazu gekommen unsere Erlebnisse und Beobachtungen ins Netz zu stellen. Wir sind gespannt, ob wir in den nächsten Wochen schneller werden ...)

Weiter geht's demnächst mit Berichten von
Leuchtturm und Prinz Heinrich.

Auckland // Christchurch // Banks Peninsula

Samstag, 22.12.2012

Irgendwie vergeht die Zeit hier wie im Fluge. Wobei: Wir sind schon fast auf Kiwi-Niveau entschleunigt ... Cool

Leider -- oder: Gott sei Dank ! -- erleben wir hier so viel bzw. dürfen soviel schönes und einzigartiges entdecken, daß wir gar keine Zeit finden alle unsere Eindrücke auch für euch ins Netz zu stellen. Zum Zeitpunkt an dem diese Zeilen in den Blog eingestellt werden (22-DEZ-2012 abends Ortszeit NZ) sind wir schon in Te Anau im neuseeländischen Fiordland.

D.h. zwischen dem, was hier zu lesen ist und dem aktuellen Zeitpunkt ist schon noch einiges passiert. Aber darüber dürft ihr beim nächsten Mal lesen ...

Dieser Beitrag beginnt mit der Weiterreise von Singapur nach NZ und endet grob am Anfang dieser Woche (Di.).

So, jetzt genug der Vorrede: Stoff für's Publikum !!!

Ankunft in Auckland

Schon am letzten Freitag sind wir des Nachts nach 10h Flug in Auckland angekommen. Die Einreise war ein Klacks. Leider scheint es bei der Einreise nicht mehr den Stempel mit "middle earth" zu geben (LOTR-Fans wissen was das bedeutet ... ;-) ) Wir mussten jedoch eine Weile auf den richtigen AirportExpress Shuttlebus warten. Ein Anruf beim Hotel, dass wir später kommen würden, wurde mit einem "no worries" quittiert. Im Bus Richtung Innenstadt waren neben uns beiden noch weitere 4-5 Gäste. Der Busfahrer ist sogar noch etwas von seiner normalen Route abgewichen und hat uns direkt vor unserem Hotel -- The Quadrant -- abgesetzt.

Hotel

Auch dieses Hotel entsprach voll unseren Erwartungen. Bis vllt. auf das Frühstück. Dieses haben wir dann auch nur am 1. Tag genutzt und sind an den beiden nächsten Tagen auf ein wahres alternatives Cafe ausgewischen. Wir hatten wohl Glück, dass unser Hotel unweit der Uni von Auckland war. Im Cafe Gloria gab es für wenig Knete ein anständiges Frühstück.

Hafen / Viaduct Habour

Den Samtag haben wir mit einer Erkundung von Auckland zu Fuss begonnen. Unser Weg führte von unserem Hotel auf die Hauptgeschäftsstrasse -- die Queen Street -- und von dort Richtung Norden zum Ferries Building. Der weitere Weg führte uns durch den Viaduct Harbour. Dort ist neben Anlegeplätze hauptsächlich für etwas teuerere Segel- und Motoryachten auch eine Museum zum Admirals Cup. Hier konnte man schon sehr bald erkennen, dass Auckland nicht zu Unrecht den Beinamen "Stadt der Segel" hat.

SkyTower / SkyJump/SkyWalk

Am Nachmittag haben wir die Innenstadt weiter erkundet und sind letztendlich nicht zufällig in der SkyCity mit dem SkyTower gelandet. Der SkyTower ist mit 326m das höchste Gebäude der südlichen Hemnisphäre und hat mehrere Aussichtplattformen (192m und 220m) sowie zwei weitere Attraktionen: Den SkyJump und den SkyWalk.

Beim SkyJump handelt es sich um eine Art Fallschirmsprung an zwei Leinen, die von einer Aussenplattform des SkyTower senkrecht nach unten gehen. Die "Springer" haben eine Ausrüstung ähnlich eines Fallschirmspringers. Die Fallgeschwindigkeit wird über ein drittes Seil gesteuert und beträgt max. 75 km/h. Während unseres Aufenthaltes auf den beiden Besucherplattformen des SkyTower sind ca. 5 SkyJumper "gesprungen".

Der SkyWalk führt über eine Freiluftplattform über der unteren Besucherplattform. Das Pikante am SkyWalk ist, dass die Laufbahn frei in der Luft steht und kein (!) Geländer hat. Die SkyWalker werden über ein frei umlaufendes Gurtsystem gesichert. Auch hier hatten wir das Glück, dass während unseres Aufenthaltes auf der oberen Besucherplattform es Menschen gab, die sich sowas antun wolten ...

Auckland Explorer

Am So. haben wir uns dann 'mal wieder einer Hop-On/Hop-Off-Stadtrundfahrt angeschlossen. In Auckland ist diese Angelegenheit leider noch nicht ganz sooo weit gediehen wir z.B. in Dresden, Glasgow oder Singapur, aber immer hin hat man die Möglichkeit sich ausgesuchte Objekte anzusehen. In Auckland gibt es eine City-Route, welche im 30 min. Rhytmus bedient wird und eine Satellite-Route, die leider nur alle 60 min bedient wird.

Als Einstieg haben wir je eine Runde in der City-Route und der Satellite-Route gedreht, wobei die Satellite-Route an einem Punkt zur Hälfte der City-Route beim Auckland Museum eingeschleift wird. Daraus ergibt sich folgender Ablauf: eine halbe Runde City-Route, die komplette Satellite-Route und dann den Rest der City-Route. Nachdem wir die erste Runde ohne Aussteigen -- quasi als Appetitanreger -- hinter uns hatten, sind wir einfach im Bus sitzen geblieben und sind nun an drei ausgewählten Plätze ausgestiegen. Und alle drei Unterbrechungen haben sich gelohnt. Mission Bay, Winter Garden und Eden Garden waren alle drei einen Rundgang wert. Den Botanikern, Gärtnern und Freunden von Pflanzen hätten diese Punkte garantiert auch gefallen.

Ankunft in Christchurch

Am Mo. sind wir dann mit einem Inlandsflug nach Christchurch geflogen. Alles absolut "null problemo" ! Das Beste war der Film zur Sicherheitseinweisung. Wer schon öfters geflogen ist, schaut sich diese eigentliche Pflichtveranstaltung schon gar nicht mehr an. Aber, dass was Air Newzealand hier zu bieten hatte, war aller erste Sahne. Und zwar hat die "Airline of Middleearth" -- wie sich Air Newzealand selbst betitelt -- das Safetyvideo mit Darstellern der aktuellen Hobbit-Trilogie neu gedreht. Einfach der Brüller. Wer da nicht hinschaut ist selbst dran Schuld ... ;-)

Der Christchurch International Airport ist groß genug, um internationale Flüge zu bedienen, aber dabei klein genug um sein Übersichtlichkeit nicht zu verlieren.

Übernahme WoMo

Nachdem wir unser Gepäck in Empfang genommen hatten, haben wir vereinbahrungegemäss beim Vermieter unseres Wohnmobils angerufen. Glücklicherweise war ein Shuttlefahrzeug des Vermieters gerade am Flughafen, sodaß wir unmittelbar zur Vermietungsstation gebracht werden konnten. Der Fahrer hatte einen trockenen Humor und sprach von einer ungefähren Fahrzeit zur Vermietungsstation von einer Stunde. Nach weniger als 10 Minuten sassen wir bei einer Tasse Kaffee im Büro der Vermietung ...

Die Dame, die uns in unser "rollendes Zuhause" für die nächsten 5 Wochen eingewiesen hat, hat ihre Sache sehr gut gemacht. Irgendwie sind wird dann auch auf ihre Herkunft gekommen: Sie ist Belgierin und ist auf Grund ihres Mannes in Neuseeland. Es war ihr Tauchlehrer, als sie in Australien einen Tauchkurs gemacht hat und nach einem Intermezzo in Europa sind die beiden in Neuseeland gelandet. Geschichten, die das Leben schreibt ...

Übernachtung Christchurch

Unsere erste Nacht auf der Südinsel haben wir auf einem aus unserer Sicht tollen Campingplatz www.christchurchtop10.co.nz -- äh, halt, diese Art von Einrichtungen heißt doch landesweit Holiday Park -- verbracht. Das Besondere an diesem Platz war, dass in "walking distance" ein Einkaufszentrum war, in dem wir uns eine Lebensmittel-Grundausstattung zulegen konnten.

Unser Wohnmobil des Herstellers und Vermieters Kea hat zwar eine Naßzelle mit Dusche und (Chemie-)Toilette. Es ist aber schon angenehm, wenn man üblicherweise auf feste Einrichtungen dieser Art zurück greifen kann und die Ausstattung des Wohnmobils nur im Extremfall nutzen muss, denn nach der Benutzung der Toilette sollte spätestens nach 3 Tagen eine "dump station" aufgesucht werden. Die meisten Holiday Parks / Camp Grounds haben neben Duschen und Toiletten auch noch eine größere Küche und oft auch eine Waschküche mit mehreren Waschmaschinen und Trocknern. Somit ist zumindest dort so ziemlich alles vorhanden, was man für ein geordenetes Leben so braucht. Ach ja, auch haben die Stellplätze in der Regel einen normalen Stromanschluß, sodaß allerhand Gadgets betrieben bzw. auch gelanden werden können.

(Anm.d.Verfassers: Es gibt aber auch andere Situationen: Auf dem Platz, auf dem diese Zeilen entstehen, gibt es z.B. keine Duschen und auch keine Stromanschlüße. Dafür haben wir hier oben am Aoraki / Mt.Cook die ober-affen-geilste Aussicht !!! ;-) )

Stadtrundfahrt Beyond The Cordon -- Red Zone

Nach unserer ersten Nacht im WoMo haben wir uns Christchurch angeschaut. Leider war das Wetter zumindest am Vormittag nicht ganz sooo prickelnd, aber daran kann man nun mal nix machen. Nach der erfolgreichen Suche nach eine geeigneten Parkplatz -- ein Ford Transit Kastenwagen mit langem Randstand und einer Länge von 5,9m (Breite 2,0m; Höhe 2,7m) passt nun 'mal nicht in alle Parklücken ... -- mussten wir erst eine schöne Strecke zu Fuß zurück legen, sind dabei aber durch den Hagley-Park und Ausläufer des botanischen Gartens von Christchurch gekommen. Am östlichen Ende des Parks haben wir uns dann in einer i-site -- einem landesweiten Verbund von Touristeninformationen -- schlau gemacht.

Ein Angebot war "Beyond the cordon -- into the red zone" -- eine Stadtrundfahrt durch den "ground zero" nach dem Erdbeben vom 22.Februar 2011. Die Kernzone, die direkt nach dem Beben ca. 4 km^2 groß war, wurde mittlerweile auf ca. 1 km^2 reduziert. Nichtsdestotrotz packt einem bei dieser Ansicht das Grauen. Wie verschreckt die Bewohner von Christchurch -- oder eher die Verwaltung dieser Stadt -- noch sind, zeigt sich am Sicherheitsaufwand, der in Vorbereitng dieser knapp 45 min. dauernden Fahrt getrieben wurden. So wurde von jedem Teilnehmer Name, Wohnort und eine Notfallkontaktnummer erfasst. Letzteres für den Fall, dass wir während der Fahrt Opfer eines der unzäligen Nachbeben werden sollten.

Die Führung selbst war gezeichnet von den persönlichen Eindrücken der Führerin. Sie konnte zu vielen Gebäuden beeindruckende Schilderungen geben. Besonders eindrucksvoll war die Schilderung zu einem Gebäude, welches in Folge des Erbebens komplett in sich zusammen fiel -- O-Ton "This building pan-caked" --, das die Geschoßflächen des Gebäudes haben sich aufeinander gestappelt wie Pfannkuchen und haben dabei die meisten Menschen unter sich begraben. Besonders schwer wurde es für die Rettungskräfte durch den Folgebrand, bei dem viele Menschen, die möglicherweise noch hätten gerettet werden können, verbrannt sind. In dem genannten Gebäude kamen 115 Personen der insgesamt 185 Tote des Erdbebens zu Tode. Es kommen Assoziationen zum 11.September 2001 auf ...

Die Stadt Christchurch wird sicher nicht mehr so, wie sie vor dem Erdbeben war. Aber sie wird wieder werden !

Akaroa / Banks Peninsula

Am Nachmittag haben wir uns dann zu unserem nächsten Ziel aufgemacht: Die südöstlich von Christchurch vorgelagerte "Banks Peninsula". Diese Halbinsel ist ein ehemaliger Vulkankrater, der an mehreren Stellen zum Meer hin aufgebrochen ist. Aus diesen Bruchstellen wurden prachtvolle Buchten.  Bei der Fahrt hat sich der Fahrer ganz in seinem Element befunden. Eine schön kurvenreiche Strecke ... ;-) Der Fahrer eines Wohnmobils vor uns hatte mit seinem Gefährt sichtlich zu kämpfen. Entweder hatte der noch kein Gefühl für das Fahren auf der linken Seite (Steuer rechts) oder er war nach einem 20h Flug aus Europa total übermüdet. Oder es war eine Kombination von beidem ... Auf jeden Fall ist der mehrmals fast in den Straßengraben gefahren. Da wir in der kurvigen Anfahrt keine Chance zum Überholen hatten, war ein ausreichender Sicherheitsabstand die einzige Lösung.

Ursprünglich hatten wir vor über eine Scienic Route, welche quasi auf dem Kraterrand entlang als Alternativroute nach Akaroa führt, zu faren. Wegen des nicht ganz sooo schönen Wetters haben wir uns dann dafür entschieden, die normle Route zu nehmen.

Tagesziel unserer Fahrt war der Campingplatz Akaroa Top 10. Etwas oberhalb der Bucht von Akaroa gelegen ergab sich ein toller Blick auf die Bucht. Dieser Blick wurde eigentlich nur durch die niedrig hängende Wolkendecke gestört. Der Campingplatz selbst war deutlich kleiner als der "top 10" in Christchurch, hatte jedoch alle Feature, die einem das (Wohnmobil-) Leben einfacher/angenehmer gestalten: Dusche, Toilette, Küche, Dump Station, Stromanschlüße für Wohnmobile, WiFi/WLAN, ...

Akaroa

Des Abends sind Birgit und ich dann nach Downtown Akaroa gelaufen. Die Stadt mit ca. 600 Einwohnern liegt idyllisch in der gleichnamigen Bucht. Geschäfte, Bars und Restaurants sind in allen Preisklassen vorhanden. Nach einem wirkliche guten Abendessen inkl. eines lokalen Bieres (Steinlager; klingt deutsch und schmeckt gar nicht 'mal so schlecht ... ;-) ), haben wir uns dann wieder in Richtung Campingplatz gemacht. Bei der örtlichen Feuerwehr (Akaroa Volunteer Fire Brigade) brannte im Büro noch Licht. Ich bin erst ums Haus geschlichen und habe in der Fahrzeughalle 4 Fahrzeuge entdeckt. Offensichtlich zwei "richtige" Feuerwehrfahrzeuge (ähnlich HLF), jedoch mit einfacher Leiterentnahme. Übrigens: Zumindest in Akaroa werden noch Holzleitern verwendet. Dann stehen in der Unterkunft noch ein 10.000ltr Tanklaster und ein RTW.

Der Mensch im Büro ist übrigens ein Leidensgenosse: Er ist der Treasurer und hat an der Jahresabrechnung gesessen ... ;-)

Okains Bay

Nach dem Aufwachen und Bildern der nun wolkenfreien Bucht haben Birgit und ich unser Gefährt abreisefähig gemacht. Wir sind dann über die Scenic Route gefahren. Dabei hatten wir atemberaubende Aussichten auf die Bucht von Akaroa. Ein Abstecher hat uns in die Okains Bay geführt. Dort haben wir ein Museum besucht, welches sich u.a. mit Maori- und Kolonial-Kultur befaßt. Besonders interessant waren Boote der Maori.

Alles in Allem hat uns die Banks Peninsula sehr gut gefallen !

Demnächst mehr Aussichten und Einsichten von
Leuchtturm & Prinz Heinrich

Flat white to go

Sonntag, 23.12.2012

Was machen zwei Kaffee-Junies wie "Leuchtturm" Birgit und "Prinz Heinrich" Reinhard ohne den geliebten (Filter-)Kaffee ?

Nun, nach einigen Selbstversuchen sind wir beiden beim "flat white" gelanded. Dieses Getränk kommt dem italienischen Cappucino sehr nahe (doppelter Espresso mit einer ordentlichen Ladung geschäumter Milch; wahre Experten mögen uns den Vergleich verzeihen, so wir nicht 100% richtig liegen ...).

Als (Welt-)Reisende im Wohnmobil ist die Variante "to go" definitiv vorzuziehen. Unser Gefährt hat die entsprechenden Cupholder, sodaß wir keine Transportprobleme dafür haben. (Der Transit hat neben dem Cupholder [auch für Getränkedosen geeignet] auch noch Halter für 1,5l Getränkeflaschen, die in unserem Falle immer eine gefüllte Wasserflasche enthalten ...)

Wie das bei Junkies so ist, können die nie genug bekommen. So ist unser "flat white" meist ein "flat white to go large". Und wenn es dann noch etwas Zimt oben auf gibt, dann ist unser (Kaffee-)Glück fast perfekt.

Das Ganze hört dann auf den Namen "flat white to go large with some cinnamon on top" ... ;-)

Ein Highlight: Doubtful Sound

Sonntag, 23.12.2012

Am Morgen des 23.Dezember mussten Birgit und ich früh raus. Auf dem Plan stand eine Doubtful Sound day cruise. Wir standen ab 6:50h am hinteren Ausgang des Te Anau Top10 Holiday Parks. Zu uns sind dann noch zwei Pärchen gestossen -- ein junges Deutsches und ein älteres Englisches. Die Dame von Letzterem war so richtig schrullig -- very british. Der erste Bus kam relativ pünktlich und hat das englische Paar mitgenommen (anderer Veranstalter).

Um ca. 7:15h kam dann am Horizont ein etwas älterer Bus. Dieser Bus hat dann eine Strasse vorher noch andere Mitfahrer aufgenommen, um dann mit einem deutlichen Schaltgeräusch loszufahren. Wie war das noch: Schalten ist kein Geheimnis.

Der Fahrer -- Justin -- hat uns noch kurz auf seiner Liste abgehakt und ist dann die nächsten Sammelstellen abgefahren. Nach einigen kürzerer Pausen an den Sammelstellen (ein "Fuhre" musste wohl erst noch geweckt werden ... ;-) ) sind wir dann aus Te Anau die ca. 20 km nach Süden Richtung Manapouri gefahren. Alles in Allem waren wir so ca. 45 Personen

Als wir im Pearl Habour von Manapouri angekommen waren, haben wir separate "boarding passes" bekommen. und wurde als zweite Gruppe auf das Schiff gelassen. Wir haben uns einen Platz im Freien auf dem Oberdeck ausgesucht. Schon kurz nachdem wir den Hafen -- einem etwas breiteren  Flußarm -- verlassen hatten und wir in das freie Wasser gekommen waren , gab der Käptain Gas und wir sind mit 23 Knoten in ca. 50 min in den west arm des Lake Manapouri gefahren. Auf Deck hat es ganz schön gezogen. Berge von mehreren Seiten und eine große Wasserfläche eines Sees, der bis zu 444 m tief ist, lassen eigentlich nichts anderes erwarten. Einige Mitreisenden haben sichtlich gefroren, wollten das Spektakel, welches sich uns geboten hat, nicht nehmen lassen.

Unser erstes Zwischenziel war die Anlegestelle am Westarm des Lake Manapouri. Dort sind die Einlassöffnungen des größten neuseeländischen Wasserkraftwerks. Diese Kraftwerk wurde Mitte der 1960er Jahre mit immensem Aufwand in den Berg getrieben, wobei die Auswirkungen auf die Natur schon damals auf ein Mindestmaß begrenz wurde. Ursprünglich war geplant, den Lake Manapouri anzustauen und um mehrere Meter ansteigen zu lassen. Die zahlreichen Proteste resultierten in der Geburtsstunde der neuseeländischen Umweltbewegung. Übrigens: 80% des neuseeländischen Energiebedarfs werden durch regenerative Energien gedeckt, wovon Wasserkraft den Hauptteil ausmacht.

Um die nächsten Ziele ereichen zu können mussten wir wieder in einen Bus klettern. Den Busfahrer kannten wir schon: Justin. Dieses Gefährt war innen eigentlich noch recht passabel, aber mit den Steigungen, die noch folgen sollten, mehr als überfordert.

Der zweite Teil unseres Tagesprogrammes führte uns über einen 2 km langen Stichtunnel ca. 170 m tief in den Berg hinein. Am Ende des Tunnels hat Justin den Bus dann in einer gerade sooo passenden Bucht den Bus gewendet und vor den Besuchereingang der Maschinenhalle des Kraftwerks geparkt. Die 7 Wasserturbinen haben eine Gesamtleistung von 850 MW. Zum Vergleich die beiden Blöcke in Biblis haben ca. 1200 MW bzw. ca. 1300 MW. In der Maschinenhalle herrschte ein Höllenlärm, aber dank einer Lautsprecheranlage konnte man den Kommentaren des Angestellten einigermassen folgen.

Die anschliessende Fahrt hatte so das eine oder andere Highlight: Erst mit dem 3. Anfahrversuch bekam Justin unser Transportmittel in Gang. Bei den ersten beiden Versuchen hat Justin den Bus bei der Schaltung vom 1. in den 2. Gang jeweils fast abgewürgt und musste sich wieder in die Parkbucht direkt vor der Maschinenhalle zurückfallen lassen. Das Abwürgen war keine fehlende Fahrkunst von Justin sondern eher ein deutlich untermotorisierter Bus ...

Nachdem wir den Kraftwerkstunnel verlassen hatten sind wir über den Wilmots Pass nach Deep Cove am inneren Ende des Doubtful Sound gefahren und haben dort das Schiff für den eigentlichen Grund unseres Tagestrips bestiegen.

Und diese Bootsfahrt hatte es in sich. Die Fjordlandschaft ist einfach atemberaubend !!! Die steile Hänge sind fast ausschliesslich bewachsen. Sogar in fast senkrechten Wände haben Farne und Bäume halt gefunden und wachsen an den unmöglichsten Stelle. Da Wurzeln im Fels nur bedingt halt finden, kommt es von Zeit zu Zeit zu "tree avalanches" (= Baumlawinen). Bie diesen Lawinen verlieren die oberen Bäume entweder durch ihr eigenes Gewicht oder durch anderere "Anregungen" den Halt und kommen ins rutschen. Und wie das bei Lawinen nun mal so ist, schliessen sich dann noch die anderen "Kollegen", die im Wege stehen, an ... Zeugen dieser Ereignisse sind "Narben" im Bewuchs der Hänge. Diese Narben wachsen aber mit der Zeit wieder zu.

Ach so, Maat auf dem Schiff war Universaltalent Justin ...

Der Doubful Sound war wirklich einen Tagestrip wert ! Eine Ereignis, um Birgit's 50. gebührend zu feiern !

Übrigens: Das Publikum während dieses Tages war eigentlich schon ganz gut ausgerüstet. Wanderschuhe gehörten zur Standardausrüstung und die meisten Teilnehmer haben sich trotz Panoramaverglasung des Hauptdecks auf dem Oberdeck aufgehalten und viel fotografiert; Das Publikum bei der Fahrt am folgenden Tag war nicht ganz so professionell ausgerüstet: Ballerina-Schläppchen waren dort mehrfach zu sehen.

Ein weiteres Highlight: Flug mit Wings&Water

Montag, 24.12.2012

In uns war schon früh der Wunsch gereift, während unseres Aufenthaltes hier "Down Under" einmal in die Luft gehen zu wollen.

Nach reiflicher Überlegung und Abwägung der Kosten, haben wir dann bei Alan, dem Besitzer von Wings&Waves in Te Anau vorgesprochen. Und zwar schon am Tag unserer Ankunft in Te Anau (Fr., 22.Dezember). Unser Plan war ein Flug mit einem Schwimmerflugzeug -- einer Cesana 206 Stationair -- über Dusky Sound und Doubtful Sound. Geplante Dauer: 1:15 h. Der Zufall wollte es, daß Alan am So. zwei Touristen in Deep Cove im Doubtful Sound von einem Schiff abzuholen hatte, sodass wir den Preis noch herunter handeln konnten. Daß der Flug letztendlich eine zusätzliche Landung im Doubtful Sound enthielt, haben wir "en passant" mitgenommen ... ;-)

Was wir zu sehen bekamen, war einmalig und eine tolle Ergänzung zu dem, was wir am Vortag bei der Schiffstour im Doubtful Sound gesehen hatten. Neben der Landung zur Aufnahme der "Fracht" im Doubtful Sound hat Alan während des Fluges im Dusky Sound nach Delphinen (Bottlenose-Delphine) Ausschau gehalten.

Und wir hatten Glück: Ein Schule von ca. 15 - 20 Delphinen war in einem Seitenarm des Sounds unterwegs und hat sich nach der Landung in der Nähe des Flugzeugs aufgehalten.

Alan selbst fliegt seit ca. 1985 und ist ein Könner seines Faches ! Er hat die Kiste, die durch ihre Schwimmer sicher nicht einfacher zu fliegen ist, wirklich meisterlich geflogen.

Das Flugzeug wurde übrigens als normales Flugzeug (1 Pilot + max. 5 Passagiere oder die entsprechende Menge Fracht) im Jahre 1996 gebaut und kurze Zeit später auf Schwimmer umgerüstet. Mit dem Umbau bekam es auch ein größeres Heckleitwerk -- die Schwimmer fordern halt ihren Tribut ...

Tja, fast hätte ich's vergessen: Der Flug hat dann doch 1:45 h gedauert und war der Knaller. Alan hat uns im Nachhinein in eine detailierte Karte, die wir extra besorgt haben, die Flugroute eingezeichnet. Die Bilder, die wir angefertigt haben und die wir bei Gelegenheit zeigen werden, sprechen für sich. Das gilt natürlich auch für alle anderen Bilder.

Das dritte Highlight: Milford Sound

Montag, 24.12.2012

Der weitere Weg an diesem Tag (24.Dezember) führte uns von Te Anau zum 120 km nördlich gelegenen Milford Sound.

Der Milford Sound ist wahrscheinlich DAS bekannteste Reiseziel in Neuseeland und daher touristisch bestens (!?!) erschlossen. Die Ironie in diesem Satz spielt auf die Buskarawannen an, die sich allmorgendlich aus Queenstown und Te Anau durch das enge Tal und den Homer Tunnel an das innere Ende des Milford Sound ziehen, um am Nachmittag den selben Weg zurück zu fahren.

Wohnmobilnutzer sind an dieser Stelle nicht ganz so gebunden, sodaß sich bei den Bootsfahrten die eine odere andere Option ergibt.

Im Milford Sound stehen zur Hauptreisezeit (Dez. bis ca. Apr.) 10 Schiffe unterschiedlicher Größe für Ausfahrten von jeweils ca. 2 h bereit. Insgesamt git es vier Anbieter. Einige Anbieter haben richtig große Pötte (bis max. 200 Personen). Der Anbieter Mitre Peak, für den wir uns auf Empfehlung der Rezeption des Campinglatzes in Te Anau entschieden hatten, hat nur zwei Boote im Einsatz, die jeweile max. 60 Personen Platz bieten. Dies sollte sich später noch als kleiner aber feiner Vorteil für uns erweisen ... Cool

Als wir um ca. 14:30 h auf dem Parkplatz gefahren sind, war dieser noch recht gut gefüllt. Auch der Busparkplatz vor dem Abfertigungsgebäude der Boote war noch zur Häfte "besetzt". Ursrünglich hatten wir geplant, die letzte Fahrt (16:30 h) zu nehmen. Da aber noch freie Plätze auf der Fahrt vorher (14:50 h) zu bekommen waren und wir bei der späten Fahrt möglicherweise nicht mehr durch den Homer Tunnel gekommen wäre (Sperre ab 19:00h), haben wir uns umentschieden und haben die frühere Fahrt genommen.

Das Boarding bei geschätzten 30 Mitreisenden ging schnell von der Hand und wir sind bald aus dem kleinen Hafen ausgelaufen. Das erste Highlight kam schon gliech "um die Ecke": Die Bowen Falls. 167 m Fallhöhe sind schon beeindruckend !

Der Milford Sound hat im Vergleich zu Dusky Sound und besonders Doubtful Sound in der Regel steilere Hänge. Daher ergibt sich ein anderes Flair.

Die Route, die im Sound abgefahren wird, ist für alle Anbieter gleich. D.h. man sollte annehmen, dass es egal ist, welchen Anbieter man nimmt. Die kleineren Boote von Mitre Peak haben jedoch eine entscheidenen Vorteil: Die Boote sind beweglicher und können etwas näher an die Attraktionen als andere ...

Das, was wir bei der Fahrt im Milford Sound von der Landschaft sehen konnten, läßt sich verbal nur schwer herüberbringen. Ausgerechnet war auch noch zur Hälfte der Fahrt der Akku unserer Digitalkamera am Ende (zu viel Videos während des Fluges mit Wings&Water am Vormittag ... Überrascht ). Aber, das was wir dann erleben durften, können wir trotzdem schildern.

Kurz nach dem Wendepunkt am Ausgang zur Tasman Sea gesellte sich eine Schule von 20 - 30 Bottlenose-Delphine zu uns. Der Kapitän hat erst die Fahrt ganz herausgenommen und die Delphine haben sich in der Nähe des Bootes gezeigt. Schon hier war es von Vorteil, dass das Boot nicht zu groß wa, denn wir waren einfach näher an diesen faszinierenden Geschöpfen. Birgit und ich waren anfänglich noch auf dem Oberdeck. Aber schon bald haben wir uns zu den meisten Mitfahrenden auf den gut zugänglichen Bug begeben.

Nach einige Minuten hat der Kapitän dann Fahrt aufgenommen und ist letztendlich mit max. Geschwindigkeit zurück in den Sound gefahren. Die Delphine haben uns dabei begleitet und Rumpfspitze und Kiel benutzt, um sich bei voller Fahrt an Rücken und Seiten kratzen zu lassen. Besonders wenn die Tiere ich ihre Seite haben schrubben lassen, hatten wir das Gefühl, daß uns diese Meeressäuger anschauen würden.

Irgendwann waren Birgit und ich alleine auf dem Bug. Wir waren so glücklich, an diesem Naturschauspiel teilhaben zu dürfen, daß ich unserem Gott dafür gedankt habe. Wir wünschen wirklich jedem einmal ein soches Schauspiel erleben zu dürfen.

Nach ca. 20 Minuten -- kurz vor den Stirling Falls -- sind die Tiere dann nach und nach abgedreht. Das Ganze war einfach unbeschreiblich schön.

Leider konnte ich keine Bilder oder kurze Videos von dieser Situation machen, aber so hatte der leere Akku auch sein Gutes: Wir konnten uns voll auf das Geschehen konzentrieren Cool

Den restlichen Weg zurück zum Anleger waren wir noch ganz geflasht von dem, was wir erleben durften. Wir haben am Stirling Falls noch eine Dusche genommen und auch der nochmalige Anblick der Bown Falls direkt vor dem Anleger konnte uns nicht ablenken.

Dieses Ereignis war sicher DAS Erlebnis unserer Reise hierher, aber sicher nicht das letzte ...

Daß das Wetter bei den drei Aktionen am 23. und 24.Dezember einfach nur gut war und bestens mitgespielt hat, hätten wir fast vergessen zu erwähnen.

Bald hört ihr mehr aus Neuseeland von
Leuchttrum und Prinz Heinrich

P.S.: Wie schon in einem anderen Beitrag festgestellt, kommen wir nicht dazu alles, was wir erlebt haben in diesen Blog einzustellen. Auch wird die Reiehfloge der Beiträge nicht unbedingt der zeitlichen Abfolge entsprechen.

Neuseeländer gibt's ...

Dienstag, 25.12.2012

Am Di. (25.12.) auf unseren Weg in den Süden hatten wir trotz aller virtuell geschlossener Cafes und Restaurants das Glück im "Last light cafe" in Tuatapere eine Möglichkeit eine "flat white" zu trinken. (Diesmal zwar in "large" und auch mit Zimt, aber bewusst ohne "to go" ...).

Im Laufe unseres Aufenthaltes -- ca. 45 min. -- hatten wir dann die Möglichkeit, die anwesenden Personen abzuchecken.

Schon recht bald hatten wir eine Idee, wer mit wem und überhaupt. Das sollte sich jedoch mit dem Gespräch mit dem offensichtlich ältesten Anwesenden relativieren. Es war das Familientreffen des Besitzers des Cafes (Mann von ca. 40 Jahren). Der ältere Mann war dessen Vater und schätzungsweise 75 Jahre alt und hatte jetzt nicht mehr zwingend gute Zähne und arg viel Metall im Mund. Er hat etwas von sich erzählt. Dabei ist heraus gekommen, daß er mit seiner ersten Frau, die leider schon verstorben ist, 4 eigene Kinder und mittlerweile 14 Enkel und 4 Ur-Enkel hat. Wie sich jedoch weiter herausstellte ist seine aktuelle Frau (Maori oder polinesicher Abstammung; Anfang 30) im 9. Monat schwanger.

Der Alte selbst hat dann noch einen Spruch gebracht, den wir hier sinngemäss wiedergeben wollen: "Mein Sohn meinte, ob ich denn die Zusammenhänge noch nicht verstanden hätte. ..."

Dem ist nix hinzu zu fügen ... Zwinkernd

Die Catlins: Am Ende der Welt ...

Donnerstag, 27.12.2012

... aber an einem der schönsten Enden !

Am 26. + 27.Dezember waren wir ganz im Süden der Südinsel zwischen den Städten Invercargill (50.000 Einwohner) und Dunedin (150.000 Einwohner) im Bereich der so genannten Catlins

Bei den Catlins handelt es sich um ein Gebiet, welches primär durch (Schaf-)Weidewirtschaft bestimmt wird. In dieser Region wohnen ganze 1.200 Menschen (davon ca. 400 in Owaka) in einem Streifen von 90 km Länge (genauer zwischen Fortrose und Balclutha).

Die Einwohnerzahl gibt jedoch in keinster Weise die einzigartige Schönheit der Natur wieder. Sanfte Hügellandschaften mit unzähligen Buchten durchzogen von asphaltierten und teilweise nur geschotterten Straßen. An dieser Stelle wollen und müssen wir einen der gedruckten Hilfsmittel, die uns nach Aotearoa begleitet haben, zitieren: "Sie fahren entlang der Southern Scenic Route und sehen gewaltige Wälder, wildes Buschland, fruchtbares Farmland, idyllische Wasserfälle, raue Küstenabschnitte und einsame Strände." Dem ist absolut nichts hinzuzufügen ! Ausser: Es war traumhaft !!!

Unser Weg führte uns u.a. zu folgenden Zielen: Waipapa Point, SLope Point, Niagara Falls, McLean Falls, Curio Bay, Cathedral Caves, Nugget Point, Jack's Bluehole und Cannibals Bay

Aber der Reihe nach:

Am Waipapa Point haben wir einen Seeelefanten gesehen und einen wunderschönen Leuchtturm. Letzterer wurde nach einem Schiffsunglück erbaut, bei dem 131 von 159 Menschen ihr Leben lassen mussten.

Der Slope Point war mit 46°40'26"Süd und 169°0'5"Ost der südlichste Punkt unserer Reise. Ein weiterer Höhepunkt !

Bei den Niagara Falls hat jemand wahren Humor bewiesen ! Diese "Fälle" sind eigentliche eher eine kleine Stromschnelle als ein Wasserfall. Aber es ist nun 'mal ein Punkt auf der Landkarte. Zumindest können wir behaupten neben den beiden weltbekannten Niagara-Fällen -- den American Falls und den Horseshoe Falls -- auch weniger bekannte Niagara-Fälle in Neuseeland -- womöglich die einzige auf der Südhalbkugel -- gesehen zu haben ... ;-)

Das nächste Ziel waren die McLean Falls. Diesmal handelte es sich um richtige, kasakadierte Wasserfälle, welche wir nach einem 20 minütigen Fußmarsch durch Urwald erreicht hatten. Einfach wunderschön !

Die Nacht haben wir auf einem einfachen Campingplatz in der Curio Bay verbracht. Neben der absoluten Ruhe -- o.k. Meeresrauschen einmal als ein Art "Ruhe" angenommen -- sollte es hier zwei Highlights geben: Hector-Delphine in der benachbarten Porpoise Bay und yellow-eyed penguines in der eigentlichen Curio Bay.

Um's vorweg zu nehmen: die Hector-Dephine haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen ... :-( ... dafür aber einige der Gelb-Augen-Pinguine ! Diese zwar nur auf Distanz (50 ... 100 m), aber dank Fernglas und 10-fach optischem Zoom der Digitalkamera konnten wir doch einige interessante Details erkennen. Was wir aber auch erkennen mussten war 'mal wieder die Beratungsresistenz des Individuum Mensch. Es waren zig Informationstafeln aufgestellt, daß man sich den Pinguinen nicht zu sehr nähern solle und sich auch nicht zwischen Pinguine und das Meer begeben solle. Es gab aber leider einige Besserwissende, die diese einfache Anweisung schlichtweg ignoriert haben. Da hat sich zumindest bei mir (= Reinhard) die eigentliche Tiefenentspanntheit und massive Entschleunigung kurzfristig negiert, aber ein anwesender Ranger hat die Sache souverän gelöst.

In der Bucht leben ganze 7 Paare dieser seltenen Pinguinart, und diese füttern einmal täglich mit Sonnenuntergang abwechselnd ihre Jungen. Das bedeutet: Ein Elternteil bleibt den ganzen Tag beim Jungen während das andere Elternteil im Meer nach Futter sucht. Eine Szene war so genial, daß wir sie unbedingt schildern müssen: In einer Felsnische mit einem kleinen Plateau war ein Nest eines Pinguinpaares. Ein Elternteil war bei den beiden Jungen (zwei Junge sind wohl gar nicht sooo selten) und eine Möve ist unentwegt laufender-/hüpfenderweise um das Elternteil und die beiden Jungen gestreift. Das Elternteil hat mehrfach versucht sich diese Plagegeistes zu entledigen. Anfänglich sah es aus, als wenn dies nicht klappen sollte. Aber: Irgendwann ist das Federvieh weggeflogen !!!

Nach einer kalten aber ruhigen Nacht auf dem Campingplatz sind wir schon sehr früh zu unserem nächsten Ziel aufgebrochen: Cathedral Caves. Dabei handelt es sich um zwei Höhlen, die nur bei Ebbe / Niedrigwasser zugänglich sind. Diese Möglichkeit hätten wir schon am Abend vorher gehabt, aber da waren wir bei den Pinguinen ... Wir waren "saugend" zur nominellen Öffnung der Zufahrt zum Parkplatz der Cathedral Caves anwesend und vor uns stand nur das Auto der Rangerin, die die Anlage beaufsichtigt. Nach 20 min Fußmarsch durch Urwald -- das war nicht das erste Mal und wird nicht das letzte Mal ein Wanderung durch Urwald gewesen sein -- waren wir an einem Strand. Wir sind dann den Fußspuren gefolgt und auf halben Weg zu den Caves ist uns die Rangerin begegnet, die eine erste Begehung bei abnehmendem Wasser gemacht hatte. Was wir dann vorgefunden haben war einfach nur genial. Die Spuren der Rangerin waren durch Wellen, die trotz abnehmendem Wassers immer noch 'mal über den Strand schwappten, weggespült, sodaß wir quasi einen jungfräulichen Zugang zur Höhle vorgefunden haben. Die beiden Höhlen sind am hintern Ende verbunden. Daher konnten wir beiden Höhlen begehen, obwohl die hintere Höhle einen etwas tieferen Zugang hat. Die Frage, ob jemand in diesen "Kathedralen" schon 'mal einen Gottesdienst gefeiert hat, konnten wir leider nicht klären ...

Die ganze Zeit hatten wir keine Mobilfunkempfang. Eigentlich kein wirkliches Problem. Was aber, wenn man jemandem in der Heimat zum Geburtstag gratulieren möchte ? O.k., wir sind dann erstmal aus dem Mobilfunk-Niemandsland Catlins kurz heraus gefahren um Cousine Anita zu gratulieren und das Dank der 12 h Zetverschiebung zur Heimat auch noch am eigentlichen Tag der Geburt. Zwar spät, aber nicht zu spät ... ;-) ... Und wer bekommt schon zum Geburtstag einen Anruf aus Neuseeland ? O.k., auf unserer Liste stehen noch fünf weitere nette Geburtstagskinder, die während unserer Abwesenheit teilwiese sogar einen "Runden" ohne uns feiern dürfen/müssen ...

Nach der Rückfahrt in die Catlins sind wir noch drei weitere Punkte angefahren. Das erste Ziel war der Nugget Point. Dabei handelt es sich um zwei große und eine Vielzahl kleiner Felsen. Die beiden großen Felsen sind wandertechnisch sehr gut erschlossen, sodaß wir den beiden tierischen und den einen technischen Höhepunkt angehen konnten. In der östlichen Bucht von Nugget Point haben "fur seals" -- eine Seelöwe-Art -- ihre Heimtstatt und in der benachbarten Bucht sind es "yellow-eyed penguins". Der weibliche Teil unserer (Klein-)Reisegruppe konnte und wollte sich gar nicht von diesen Naturschauspielen trennen. Die Seelöwen haben schon viele Gemeinsamkeiten mit unserem Hundi-Bundi Corfu: Faulenzen, Rumräkeln und sich gelegentlich der Körperpflege hingeben. Und ab und zu was fressen ... ;-)

Zu Jack's Blue Hole führte uns eine nicht ganz unanstrengende Wanderung. Was wir von oben sehen konnten war eine weitere Höhle mit Zugang zum Wasser, deren Decke vor langer Zeit eingestürzt war. Bei passenden Gezeiten und Wind spritzt Wasser aus dem "blue hole" meterweit nach oben. Leider wurde uns dieses Schauspiel nicht zuteil ... Was wir aber bekamen, war eine weitere wunderebare Landschaft !

Das Gleiche (wunderbare Landschaft) galt für unser letztes Ziel in den Catlins: die Cannibals Bay.

In den nun zwei Wochen, die wir in Neuseeland sind, hat sich eigentlich nichts wiederholt. Halt, das stimmt nicht ganz, denn zwei Worte in Kombination haben sich schon merhfach wiederholt: No worries !

Dunedin + Otago Peninsula

Freitag, 28.12.2012

Aus den Catlins hat uns unser Weg direkt nach Dunedin und die Otago-Halbinsel geführt. Dunedin ist eine Stadt mit schottischen Wurzeln und ist eine Schwesterstadt von Edinburgh.

Highlights sind der wegen seiner viktorianischen Architektur meist fotographierte Bahnhof der Welt. Ein weiteres Merkmal ist, daß dieser Bahnhof ganze zwei Abfahrten am Tag zu verbuchen hat ...

Eine der steilsten Straßen innerhalb einer Ortschaft ist die Baldwin Street. Hat 38% Steigung ... :-o

Ein Grund für die Ansiedlung, aus der Dunedin entstand, dürfte der natürliche Hafen sein, der durch die Otago-Halbinsel gebildet wird. Dieser Hafen kann aber nur noch von kleineren Schiffen direkt angefahren werden.

Auf der Otago-Halbinsel gibt es neben einer weltbekannten Albatros-Kolonie und Kolonien on Pinguinen und Seehunden auch ein Schloß nach schottischem Vorbild: Larnach Castle.

Wetter ...

Freitag, 28.12.2012

... gibt es auf der Südhalbkugel auch.

So hat uns die aktuelle Wetterentwicklung von unserer ursprünglichen Route abweichen lassen.

Wir hatten ursprünglich vor, nach der Rundfahrt über die Catlins über Queenstown, dem Mallorca Neuseelands, an die Westküste weiter zu reisen. Ziel dort wären der Fox-Gletscher und der Franz-Josef-Gletscher gewesen.

Zu unserem Leidwesen haben sich mehrere Regenfronten erst von Südwesten, später von Nordweseten an den neuseeländischen Alpen ausgeregnet. Und das 'mal richtig heftig.

Aufgrund der Vorhersage haben wir dann unsere Route kurzerhand umgeplant und sind an der Ostküste nach Norden gefahren.

Details zu den Erlebnissen hierzu dürft ihr in den nächsten Blogbeiträgen lesen.

Dicke, runde Steine, Pinguine und Seelöwen

Samstag, 29.12.2012

Das erste Ziel auf unserer geänderten Route war Moeraki.

Nach der Übernachtung auf einem Campingplatz unter schweizer Führung mussten wir die Zeit bis zur "Begehbarkeit" der Hauptattraktion von Moeraki -- den Moeraki Boulders -- irgendwie überbrücken. Grund hierfür waren die Gezeiten, denn die annähernd kugelrunden Steinklötzen sind nur bei Ebbe (low tide) überhaupt zu sehen bzw. zu begehen.

Da wir nach dem Frühstück noch reichlich Zeit bis zur nächsten Ebbe hatten, sind wir zum nahegelegenen Leuchtturm Katiki Point gefahren. In dessen Nähe war von yellow-eyed penguines und von Seelöwen berichtet worden.

Nach einigen Minuten Fußweg und dem Studium der in Neuseeland in der Regel sehr guten Erklärungstafeln, haben wir uns auf den kurzen Weg gemacht.

Was wir vorgfunden haben, war eine Beobachtungshütte, in der schon ein junger Engländer (seit neun Jahren in NZ) auf Beobachtungsposten saß. Wir haben uns zu ihm gesellt und in einer gefühlten halben Stunde Beobachtung der putzigen Vögel -- ja, Pinguine sind evolutionstechnisch Vögel und können an/über Land nicht, dafür aber im/unter Wasser hervoragend fliegen -- haben wir uns nebenbei noch nett über Tierbeobachtung im Allgemeinen und Pinguine im Besonderen austauschen können.

Nach dem wir uns von den Pinguinen -- wir hatten gleichzeitig 8 Adults (= erwachsene Tiere) gezählt -- getrennt hatten, sind wir zur nächsten Bucht gelaufen. Dort konnten wir schon in der Annäherung einige "seals" erspähen.

Letztendlich verdanken es diese Tiere einer fast perfekten Tarnung, daß sie nich so einfach entdeckt werden. Die Farbe ihres Fells paßt hervorragend zum grau-braunen Fels ...

Das hat uns aber nicht davon abgehalten, etwas genauer zu forschen. Immer die aufklärenden Tafeln im Hinterkopf -- Keep at least 5m distance to a seal -- haben wir uns auf der schmalen, felsigen Landzunge entlang bewegt. Schon bald haben wir halb links ein prächtiges Tier dösend im hohen Gras liegend vorgefunden.

Man(n) möchte solche Events auch mit entsprechendem Bildmaterial belegen. Der männliche Teil unserer Reisegruppe hat sich daher dem Tier bis auf den empfohlenen (Respekt-)Abstand genähert und versucht ntsprechende Bilder zu machen.

Irgendwann war es dem guten Tier dann wohl genug und hat dies mittels einer Drohgebährde -- auf die Vorderflossen aufrichten und Kopf in den Nacken überstrecken -- klar gemacht.

O.k., partieller Rückzug war angesagt. Dabei haben wir auf der rechten Seite unterhab am Wasser ein Jungtier ausgemacht, welches sich vor uns in Sicherheit bringen wollte. Wir waren so auf das Jungtier fixiert, daß wir einen Halbwüchsigen, der auch im Gras gedöst hatte, nicht wahrgenommen hatten. Der ist im Moment der Entdeckung genau so erschrocken wie wir und hat die sofort eingenommen Drohgebärde mit einem schnaubend-grunzenden Geräusch unterstützt.

Das war dann für uns das Zeichen für den endgültigen Rückzug ... ;-)

Kaikoura -- Neuseeland's Hochburg der Walbeobachtung

Sonntag, 30.12.2012

Nächste Station war Kaikoura, ein touristisches Städtchen auf halben Weg zwischen Christchurch und dem Norden der üdinsel.

Kaikoura ist, wie alle Urlaubsorte in der neuseeländischen Hauptreisezeit -- die Kids haben aktuell Sommerferien !!! -- massivst überlaufen. Nur mittels eines frühzeitigen Telefonats beim angepeilten Kaikoura Top10 konnten wir uns einen der letzten freien Stellplätze für Campervans sicherstellen.

Beim Einchecken auf dem Campingplatz haben wir uns gleich noch nach der Möglichkeit einer Reservierung einer Whalewatching-Tour erkundigt. Die Antwort war eine süß-saueres Lächeln mit damit verbundenem Griff zum Telefon. Nach einigen Minuten und einigem Hin und Her hatten wir dann eine Bestätigung für die Tour um 12:15h am Folgetag.

Schon beim Einchecken bei Whalewatching Kaikoura -- deren Abfertigung ist im örtlichen Bahnhofsgebäude ... -- haben wir den Hinweis auf "rough sea", "sea sickness" gesehen. Bei der Begrüßung nach dem "safety briefing" wurde dies nochmal vertieft und von wetterbedingt möglichem Abbruch der Tour gesprochen. Argh ...

Nun, die ca. 45 ... 50 Teilnehmer wurden dann mit einem Bus zum Schiffsanleger gebracht und dort recht zügig abgefertigt. Nach einer erneuten Sicherheitsunterweisung ging's dann endlich los !

Kurz nachdem wir die schützende Mole des kleinen Hafens verlassen hatten, fing's auch schon nett an zu schaukeln und die Frontscheibe des Katamarans wurde mehrmals "gewaschen". Schon in der Anfahrt des Zielgebietes hatte einer der Besatzung einen Wal ausgemacht -- einen "sperm whale" (= Pottwal).

Das Tier machte sich wohl zu einem Abgang in die Tiefe bereit. Dabei verbleibt das Tier ohne seine Position groß zu verändern an der Oberfläche und füllt seine Sauerstoffspeicher (Wir Sporttaucher kennen dies als Hyperventilieren).

Die Besatzung kann wohl einen kurz bevorstehendes Abtauchen des Wal erkennen und hat dies entsprechend kundgetan. Was dann folgte ist einfach atemberaubend: Der Vorderteil des Wals knickt ab und die Fluke hebt sich aus dem Wasser, um kurz danach ebenfalls nach unten zu verschwinden.

Insgesamt konnten wir 5 Pottwale sehen, wobei wir 3 aus unmittelbarer Nähe beim Abtauchen beobachten konnten.

Leider wurde die See zunehmend rauher, sodaß sich der Kapitän berufen fühlte, den Rückzug anzutreten. Also wir hätten durchaus noch draussen bleiben können.

Als wir zurück in das Bahnhofsgebäude gekommen waren, konnten wir erkennen, daß nach uns nur noch eine Tour gestartet war; die restlichen Touren des Tages (3 ?) waren wegen des Seeganges gestrichen worden.

Da hatten wir wohl Glück gehabt !

Obwohl: Sollte während einer Tour kein Wal gesichtet werden, erhalten die Teilnehmer 80% des Preises und bei wetterbedingten Ausfällen, können die Teilnehmer aus spätere Touren umbuchen.

Das war ein erneuter Höhepunkt unserer Reise. Uns gehen so langsam wie Attribute aus ... ;-)

Sylvester in Neuseeland

Montag, 31.12.2012

Nach unserem Aufenthalt in Kaikoura sind wir in den Norden der Südinsel Neuseelands aufgebrochen. Die Strecke führte uns über Blenheim und Picton in den Bezirk Marlborough, einem Weinbaugebiet in Neuseeland. Beide Städte sind eher klein, wobei Picton den Fährhafen für die Verbindung zur Nordinsel (Wellington) beherbergt.

Als wir Picton gerade eben verlassen hatten, hatten wir eine tolle Aussicht auf den Hafen und eine der Fähren von Interislander. In der Nachbarbucht lag dann ein großes Kreuzfahrschiff. Alles schön eingebunden in die tolle Landschaft der Marlborough Sounds. (Die Marlborough Sounds dürfen wir dann hoffentlich bei unserer Überfahrt auf die Nordinsel auch bei ähnlichn gutem Wetter geniesen ...)

Da wir auf dem Weg zu unserem nächsten Zwischenziel, einem DOC (= department of conservation) Campinglatz an der Pelorus Bridge westlich des kleinen Ortes Havelock, deutlich gut in der Zeit lagen, haben wir noch einen Abstecher in den Ort Portage zwischen Pelorus Sound und Queen Charlotte Sound eingelegt.

Die Abfolge der engen Kurven auf der relativ schmalen Straße führte dazu, daß Mensch (= Fahrer) und Maschine (= Wohnmobil) zu einer Einheit verschmolzen. Das hat dem Fahrer wahre Freude bereitet.

Hier kann angemerkt werden, daß Neuseeland eigentlich ein optimales Motorradland sein sollte. Gerade Fiordland, die Catlins und der Norden der Südinsel bieten schöne kurvenreiche Strecken, die ein Motorradfahrerherz höher schlagen lassen sollten. Nur: Wir haben bis dato relativ wenig Motorräder gesehen ...

So jetzt zum eigentlichen Schmankerl: Aufgrund der Erfahrung von Kaikoura hatten wir den nächsten Campingpltz telefonisch vorgebucht. Laut Bewertungen ein einfacher Platz  -- wie alle DOC-Plätze -- mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bei der Einfahrt auf dem Platz haben wir ein Schild nicht so gedeutet, wie es verstanden werden wollte (oder wie es die Platzwartin verstanden wissen wollte) und sind direkt auf den Platz gefahren und zurück zur Reception gelaufen. Damit haben wir uns einen Rüffel der Platzwartin eingefangen. Hier ist zu erwähnen, daß die meisten Plätze private Besitzer haben und die DOC-Plätze unter staatlicher Verwaltung stehen.

Nach den ersten Formalitäten musste ich unser Wohnmobil nochmals vorfahren. Als ich die Platzwartin dann angesprochen habe, hat diese erstmal mit "good boy" (= braver / lieber Junge) geantwortet und dann sofort gesagt, daß alles in Ordnung sei. Sie wollte nur ein Prüfsiegel für die elektrische Anlage des Fahrzeugs, welches Bedingung zum Anschluß an die 240V-Versorgung ist. Komisch ist nur, daß keiner der anderen Platzwarte vorher je auch nur eine Frage danach gestellt hatte ...

Apropos: "good boy" sagen englischsprachige Menschen zu ihrem Hund, wenn der Anweisungen befolgt hat ...

Resultat: "Leuchtturm" war sauer und wollte sofort wieder vom Platz fahren. "Prinz Heinrich" konnte sich aber durchsetzen und letztendlich hatten wir einen Platz, der tip-top in Ordnung war.

Während wir beim Essen saßen, kam eine Frau von einem der Nachbar-Stellplätze und hat uns für den späteren "new years eve" eingeladen. Wir haben unter der Voraussetzung angenommen, daß wir uns auch mit Getränken beteiligen würden.

Somit ergab es sich, das Jenny, Lynda, Paul, Birgit und ich bis ins neue Jahr zusammen gesessen haben und uns über viele nette Dinge unterhalten haben. U.a. haben wir einige Tipps für unsere weitere Reise und auch Hintergrundinfos zu den Erdbeben von Christchurch im Sep. 2010 und Feb. 2011 erhalten.

Lynda und Paul sind aus Christchurch und Jenny ist "structural engineer" (= Bauingenieurin).

Jenny macht im allradgetriebenen SUV Urlaub und hat neben den üblichen Dingen folgendes mit an Bord: Eine komplette Tauchausrüstung, ein Mountainbike und ein Kajak.

Der Abel-Tasman-Nationalpark

Donnerstag, 03.01.2013

Da wir am 1.Januar wegen der allgemeinen Reisezeit in NZ keinen Platz auf einem regulären Zelplatz bekommen haben, haben wir uns dazu entschlossen unsere erste Nacht als "freedom camping" zu verbringen, d.h. man stellt sich einfach auf einem Platz ausserhalb einer Ansiedlung. Sollte kein explizites Verbotsschild aufgestellt sein, darf man dies machen, vorausgesetzt man hat ein "self contained" Wohnmobil, sprich mit eingebauter Toilette und Dusche. Wir haben uns zu einigen anderen gestrandeten Seelen an einem Flußufer in der Nähe von Takaka gesellt.

Für die nächsten beiden Tage hatten wir uns den Abel-Tasman-Nationalpark vorgenommen. Entsprechende Informationen haben wir uns in der i-site in Takaka besorgt. Für den ersten Tag hatten wir uns den nördlichen Teil des Coastal Track -- eine Wanderung von 21 km (nominell 6 h) -- vorgenommen.

Ausgangs- und Endpunkt war Wainui in Nordwesten des Abel-Tasman-Nationalparks. Wir sind über Gibbs Hill in die Anapai Bay gelaufen und von dort den Coastal Track zurück nach Wainui.

Mensch, waren wir nach dieser Wandertung fertig. Das letzte Stück hat sich sooo gezogen. Zum Glück hatten wir uns mit Wasser, Brot und Obst ausreichend eingedeckt.

Leider war am ganzen Tag der Himmel bedeckt (Ausläufer der Wetterfront, die sich an der Westküste ausgetobt hatte) und es herrschte starker, teilweise kühler Wind.

Dafür wurden wir auf Urwaldpfaden mit uns noch unbekannten Pflanzen und Vögeln beglückt, die wir teilweise noch nicht kannten. Eine Vogelart haben wir mehrfach als ganze Familien (2 Erwachsene und 5 - 7 Junge) gesehen. Den Namen dieses Bodenbrüters müssen wir noch recherchieren.

Allgemein bleibt festzustellen, daß es in Neuseeland viele Bodenbrüter gibt und auch viele flugunfähige Vögel. Dies hängt wohl auch damit zusammen, daß es für diese Lebewesen bis der Mensch sich eingemischt hatte, keine Feinde hatte. Mit der Einfuhr von (Haus-)Katze und Hund und die Possums ("billige" Pelztiere; nicht zu verwechseln mit dem Opossum !) durch die europäischen Siedler) hat sich dies aber leider signifikant geändert.

Die Possums werden wegen ihrer Freßgewohnheiten auch "lebende Kettensägen" genannt.

So, jetzt aber nicht zu weit vom eigentlichen Thema abschweifen ...

Die Wanderung wurde gegen Ende zzziiieeemmmllliiiccchhh lang. Wir haben es am Ende aber doch geschafft. Und wie es bei solchen Ereignissen so ist, ist die Bekämpfung des inneren Schweinehundes das Wichtigste daran. Und mann/frau ist nachher doppelt positiv bestärkt. Auf jeden Fall haben wir bei dem ständigen Auf und Ab einige Höhenmeter gemacht !

Trotz leichter Beschwerden im Bein- und Gesäßbereich haben wir für den nächsten Tag eine Wanderung kombiniert mit Bootsfahrt gemacht. Ausgangs- und Endpunkt war Totaranui, wo wir ein Wassertaxi (Abel Tasman Aqua Taxi) bestiegen haben und uns in die Torrent Bay haben bringen lassen. Von dort sind wir über einen leichteren Pfad ( ... :-) ) in knapp 2 h zur Bark Bay gelaufen. In der Bark Bay wurden wir dann vereinbahrungsgemäß wieder von Wassertaxi aufgenommen.

Was wir sofort festgestellt haben, ist, daß die kürzeren Wanderungen deutlich mehr genutzt werden. Am zweiten Tag sind uns zig-fach mehr Menschen über den Weg gelaufen als am ersten Tag. Aber beide Wanderungen waren den Aufwand alle Mal wert !

Die Nächte direkt nach den Wanderungen haben wir auf einem Top10-Platz (diesmal in Pohara am unteren Ende der "Golden Bay" am nordwestlichen Rand des Abel-Tasman-Nationalarks) verbracht. Beide Arten des Campens haben irgendwie ihren Charme ...

Cape Farewell + Farewell Spit

Freitag, 04.01.2013

Da wir schon 'mal im Norden der Südinsel waren, haben wir uns auch den nördlichsten Punkt der Südinsel -- Cape Farewell -- bei 40°30'S und 172°41'E angesehen.

Landschaftlich wieder wunderschön und gegenüber dem Abel-Tasman-Nationalaprk eindeutig weniger überlaufen ! Der Norden der Südinsel einschließlich der Golden Bay ist nämlich eine DER Urlaubshochburgen der Neuseeländer. Besonders die Gegenden um Picton/Blenheim, Kaikoura, Nelson/Motueka und der Abel-Tasman-Nationalpark (dieser aber primär vom Süden her) sind überlaufen. Oberhalb des Takaka-Paßes wird's dann zunehmen ruhiger ...

Auf dem Weg über den Paß ist dann noch ein weiteres Highlight: Harwoods hole.

Nach einer mehrere km langen Anfahrt über eine Schotterpiste erreicht man einen Parkplatz, von dem man nochmal 45 min gehen darf, bis man am eigentlichen Ziel der Strapazen ist. Und dabei sind das noch 45 min im strammen Tempo. Bis wir hierher gelangt waren, waren wir immer zu ca. der halben angegebenen Zeit am Ziel. Sowohl bei den Wanderungen im Abel-Tasman als auch beim Anmarsch zum Harwoods hole waren wir immer gerade so in der Zeit, obwohl wir sicher nicht getrödelt haben sondern schon ein gutes Tempo vorgelegt haben (Ich sage/schreibe nur: Leuchhturm's "Postschritt" und Prinz Heinrich hinterher ... ;-)

Was man zu sehen bekommt ist, schon nicht von schlechten Eltern: Eine knapp 180 m tiefe Felsöffnung in einer tollen Landschaft. Diese 180 m sind die tiefste Öffnung dieser Art Australasiens.

Übrigens: Harwoods hole haben wir schon auf der Anfahrt zum Abel-Tasman gemacht (wir hatten es nur in der Schilderung vergessen zu erwähnen ...)

O.k., wie war doch noch der Titel dieses Blogbeitrags ? Ach ja:

Cape Farewell und Farewell Spit

Cape Farewell ist der nördlichste Punkt der Südinsel (siehe oben) und soll der Punkt sein, an dem der bekannte Entdecker James Cook bei einer seiner Reisen, während denen er Neuseeland besuchte, "lebe wohl" gesagt haben soll.

Spektakulär ist hier die Küste am Kap selbst, der westlich gelegene Strand Wharariki Beach und der Leuchtturm Pillar Point, wobei letzterer seit 1984 ein automatisch arbeitendes kleines Gerät ist und leider keiner der baulich oft sehr attraktiven Turmgebäude. Einzig die Aussicht vom Pillar Point nach Osten ist einzigartig: Farewell Spit !

Bei Farewell Spit handelt es sich um eine jährlich 30 m wachsende (Sand-)Landzunge, welche sich bogenförmig nach Osten / Südosten schiebt. Die manchmal in den deutschen Nachrichten vermeldeten Massenstrandungen von Walen passieren ausnahmlos in dieser Bucht, welche durch das Anwachsen des Spits sich immer weiterausdehnt und so im "Navigationssystem" der Wale nicht verzeichnet ist. Wale haben besonders bei Ebbe mit dieser Sache eine Problem. Schade eigentlich !

Eine Annektote am Rande: Als wir zum Pillar Point hoch gelaufen sind, sprach uns ein Mann mit zwei Söhnen auf Englisch an, ob wir eine blonde Frau gesehen hätten. Kaum waren wir weitergegangen, hörten wir ein "Das gibt's doch nicht !" und haben uns dann auf deutsch weiter unterhalten:

Der aus Heidelberg stammende Mann lebt seit 9 Jahren in Christchruch (auf dem Auto, welches als einziges neben unserem auf dem kleinen Parkplatz stand, trug Werbung für eine deutsche Metzgerei in Christchurch; das Auto war uns schon auf dem Parkplatz am Cape aufgefallen ...) und war mit Frau und Kindern auf Urlaub im Norden der Südinsel.

Während der Wanderungen am Cape Farewell hatten die Kids wohl keine richtige Lust mehr und die Frau hat sich allein zu Fuß vom Cape in Richtung Pillar Point aufgemacht, um dort vom Rest der Familie mit dem Auto abgeholt zu werden. Die Wanderung vom Cape zum Pillar Point war mit 4 km / 1 h angegeben. Hierbei muß bemerkt werden, daß die Wanderung an steilen Klippen ohne jegliche Absicherung entlang führt und durchaus ein gewisses Gefahrenpotenzial hat.

Was wohl passiert war, war Folgendes: Die Frau war entweder deutlich schneller als die angegebene 1 h oder der Mann hatte sich mit den Kinder etwas vertrödelt und die Familie hatte sich am vereinbahrten Treffpunkt verpaßt. Der Rest der Familie war nun am Treffpunkt aber die Frau/Mutter kam nicht aus der erwarteten Richtung sondern hat sich vom Treffpunkt sogar noch entfernt.

Als wir nach einiger Zeit (30 min ?) wieder zurück zu unserem Auto kamen, war das Auto der Familie nicht mehr auf dem Parkplatz; es kam aber gerade aus Richtung Cape Farewell an, als wir los fahren wollten. Der Mann übte Zweckoptimismus und meinte, daß schon nix passiert sein würde. Wir haben ihm in dieser Hinsicht noch unterstützt, wobei wir uns schon Gedanken gemacht haben, bis eines der Kinder feststellte, daß die Mutter aus der entgegen gesetzten Richtung auf den Parkplatz zulaufen würde.

Wir haben dann kurz festgestellt, daß alles in Ordnung sei und sind losgefahren. Im Anfahren haben wir dann eine sichtlich frustierte Dame gesehen, welche "Halsschlagadern wie D-Schläuche" -- oder auc "einen dicken Hals" hatte. Irgendwie hat da was an der Kommunikation nicht zu 100% gestimmt ...

Napier / Cape Kidnapper

Donnerstag, 10.01.2013

Nach der wie bereits geschildert stürmischen Nacht sind wir bei weiterhin arg windigen Verhältnissen in nord-nord-östlicher Richtung in den "Großraum" Napier / Hastings gefahren.

In diesem Bereich kam es 1931 zu einem verheerenden Erdbeben, bei dem so ziemlich alles verwüstet wurde. Dies führte dazu, daß halb Napier im Art-Deco-Stil neu aufgebaut wurde. Diese Stilrichtung war zu diesem Zeitpunkt in Europa schon nicht mehr en vogue. Dieser Stil verleit diesem Städtchen an der Hawke's Bay einen sehr netten Flair.

Übernachtet haben wir in diesem Areal ca. 20 km weiter südlich auf dem Clifton Motor Camp in der Nähe des Cape Kidnapper. Leider waren die Gezeiten uns nicht hold, sodaß wir keine Wanderung zu den Brutstätten einer Kolonie von Basstölpeln (Gannetts) machen konnten. Hier hätten wir erst zur Mittagszeit des Folgetages loslaufen können, was uns einen halben Tag Zeitverlust eingebrockt hätte. Da wir bei unserer (Boots-)Fahrt im Pelorus Sound Gannetts in voller Aktion beim Sturzflug und Eintauchen ins Wasser gesehen hatten, haben wir von einem Besuch der Kolonie abgesehen und sind weitergefahren.

Tongariro National Park

Freitag, 11.01.2013

Wäre es nach verschiedenen Reiseführern gegangen, dann hätte die Fahrt von Napier zu unserem nächsten Ziel -- dem Tongariro National Park -- über die "Gentle Annie Road" eigentlich eine Fahrt über Stock und Stein werden müssen. Durch die Wahl der deutlich kürzeren Strecke (120 km vs. 350 km) haben wir einiges an Zeit und Sprit gespart. Und: Die Straßen sind mittlerweile alle geteert ... ;-) O.k., die Breite der Straßen ist jetzt nicht ganz sooo optimal wie die der primären Straßen (State Highways). Da uns aber nur einer der in Massen angekündigten Holzlaster begegnet ist, war das alles kein Problem.

Das Problem war eher das Wetter am Zielpunkt unserer Fahrt: Dem Tongariro National Park. Mit dem Wind kamen aus Westen fette Wolken, die sich im Bereich des Parks einiges ihrer nassen Last entledigt haben. Dies zwar nicht in Form von massivem Regen aber immerhin in Form von Sprühregen. Vorort haben wir es mit einer 2 h Wanderung versucht. Nun, die Strecke haben wir auch in der angegebenen Zeit hinter uns gebracht. Nur waren wir trotz geeigneter Klamotten nicht mehr ganz trocken. Auf jeden Fall haben wir es versucht !

Bei etwas besserem Wetter haben wir dann noch einen Stop bei Taupo Bungee eingelegt. Diese Anlage liegt wahrlich wunderschön oberhalb eines türkisfarbenen Flusses. Ob die Leute jedoch das noch im Moment ihres Sprunges oder Schwunges wahrnehmen, können wir uns nicht wirklich vorstellen. Leuchtturm scheint Gefallen daran zu finden, den Leuten dabei zuzusehen; die Frage, ob sie es nicht auch 'mal probieren möchte, wurde bisher verneint. Wir sind ja noch ein paar Tage in NZ ... ;-)

Am nächsten Morgen haben wir dann noch eine knapp einstündige Wanderung durch "Craters of the moon" gemacht. In diesem kleinen Park sind verschiedene Formen von geothermischen Effekten zu sehen. Dabei sind die Dampfquellen eindeutig in der Überzahl. Es gibt aber auch Schlammlöcher, die munter vor sich hinblubbern. Alles Optische wird durch einen Schwefelgeruch (faule Eier) "untermalt" ... 8-)

Rotorua

Samstag, 12.01.2013

Eines der touristischen Ziele auf der Nordinsel ist die Gegend um Rotorua. Diese Stadt ca. 80 km nördlich des Lake Taupo wird auch durch Thermalquellen geprägt. Es gibt aber auch noch anderes Sehenswertes !

Als Erstes haben wir einen Tip von Kollegen Dirk B. umgesetzt, der Prinz Heinrich die Hamurana-Quellen empfohlen hatte. Und dies war ein absoluter Geheimtip ! Eingebettet in eine schöne Parklandschaft mit Sequoia-Fichten, die hier Anfang des 20. Jahrhunderts geplanzt wurden und mittlerweile eine stattliche Größe erreicht haben, entspringt dort ein kleines, perfekt klares Flüßchen. Ein Highlight ist in einer der drei Quellen der "tanzende Sand". Das Wasser reißt beim Austritt aus dem Boden Sandpartikel mit, die gleich wieder zurückfallen und in die kleinen Quelllöcher rutschen. Ein faszinierendes Phänomen !

Der nächste Programmpunkt war der Besuch des Rainbow Springs Vogelparks. Ein Spezialgebiet diese Parks ist die Aufzucht von Kiwis. Neben Eiern von eigenen Kiwis werden auch in der freien Wildbahn gefundene Kiwi-Eier fachgerecht behandelt und ausgebrütet. In den letzten Jahren wurden so jährlich ca 130 Kiwis großgezogen und zum großen Teil in freier Wildbahn ausgesetzt.

Aber auch der Rest des Parks ist sehr lehrreich. So konnten wir in einer Flugshow verschiedene Vogelarten begutachten.

Für den Abend hatten wir dann eine Maori-Show inkl. Essen auf dem Programm. Die ganze Sache war schon sehr touristisch aufgezogen. Aber: Die Performance war toll ! Besonders der vorgeführte Haka und die unterschiedlich intensiven Tätowierungen der Teilnehmer waren einfach nur gut. Show und Bewirtung wurden übrigens durch Mitglieder eines Maori Tribe (= Stamm) umgesetzt.

Nach der Übernachtung an einem deutlich ruhigeren Platz als am Vortag, haben wir uns am nächsten Morgen im Agrodome eine Farm-Show angesehen. Kernstück war die Vorstellung der verschiedenen Schafgattungen sowie das Scheren eines Schafes. Unter teilweiser Beteiligung des vorwiegend asiatischen Publikums wurde eine Kuh gemolken und Lämmer gefüttert. Der Abschluß bildete eine Vorführung von Hütehunden. Alles wurde von einem wortgewandten Fachmann kommentiert.

Coromandel Peninsula

Sonntag, 13.01.2013

Der Weg aus Rotorua in den Norden führte uns über die Coromandel-Halbinsel. Diese Halbinsel gehört sicher zu den schönsten Gegenden Neuseelands. Alle in den verschiedenen Reiseführern vorgeschlagenen Ziele konnten wir gar nicht wahrnehmen. Dazu sind locker ein bis zwei Tage mehr notwendig.

Aber wir haben uns folgende "sites" angesehen:

Während Niedrigwasser kann an einem Strand der Ostküste der Coromandel -- dem Hot Water Beach -- in geothermisch aufgeheiztem Wasser "gebadet" werden. Auf einem Streifen von ca. 25 - 30 m Breite und ca. 80 - 100 m Länge kann man nach den einige 10 cm tief austretenden warmen Quellen graben. Dabei sind diese kleinen Quellen nicht gleichmässig verteilt und haben auch keine einheitliche Größe. D.h. man muss schon Glück haben, sollte man eine ergiebige Quelle finden.

Wir hatten hier mehrfach Glück ! Denn zum Einen waren wir exakt zur Ebbe am Hot Water Beach. Und das Sparen der Ausleihgebühr für Spaten, die man beim Strand-Cafe für 5 NZD ausleihen kann, wurde derart belohnt, daß wir von einem neuseeländischen Ehepaar angesprochen wurden, ob wir nicht ihren ausgehobenen Krater übernehmen wollen würden. Wir konntem diesem Angebot natürlich nicht widerstehen ... 8-)

Interessant war, daß das Wasser wirklich nur punktuell warm/heiß war. Durch Einbringen von Sand konnte die Temperatur in gewissen Grenzen beeinflußt werden. In einem wesentlich flacheren Krater eines benachbarten deutschen Ehepaares konnte man es nur wenige Sekunden aushalten; die hatten wohl eine wirklich große Quelle gefunden.

Ein weiteres Highlight dieses Strandes waren die Wellen ! Weiter nördlich wurde dieser Strand sogar zum Surfen genutzt. Auch wir haben die Brandung genossen. Hierbei ist zu bemerken, daß dies alles nicht ganz "ohne" ist. Allein schon der durch eine Strandwache freigegebene, eng eingegrenzte Bereich und die Tatsache, daß ständig 4 Rettungsschwimmer a-la Baywatch Streife gelaufen sind, dürfte Bände sprechen. Viele neuseeländische Strände haben tückische (Unter-)Strömungen, welche leider immer wieder zu Problemen führen.

Der für die Übernachtung ausgesuchte Campingplatz in der Long Bay bei Coromandel Town hatte eine Besonderheit: Eine Naturwanderpfad. Diesen Pfad haben wir genutzt, um unser Wissen zu vertiefen.

Unser letztes Ziel auf der Coromandel war der Rapaura Watergarden bei Tapu. Das esoterisch angehauchte und gepflegte Layout mit wirklich sinnhaften Sprüchen haben bei uns für Kurzweil gesorgt. Die Hortensien sind hier große Büsche und haben wirklich satte Farben, wobei die hellblauen Hortensien in der Überzahl sind. Der Garten wurde Mitte der 1960er Jahre durch ein deutsches Ehepaar angelegt und hat schon mehrere Auszeichnungen erhalten.

Die Jagd nach Fish'n'Chips

Montag, 14.01.2013

Eines der -- wenn nicht das - Nationalgericht der Neuseeländer ist Fish&Chips.

Während unseres nun schon 4 Wochen dauernden Aufenthaltes haben wird schon mehrfach entsprechende Angebote genutzt. Und dabei haben wir auch unterschiedliche Qualitäts- und Preisniveaus "erfahren".

In einem der 6 Reiseführer, die Leuchtturm immer zu Rate zieht, während Prinz Heinrich hinterm Steuer sitzt, hatte einen Geheimtip, welchen wir unbedingt ausprobieren wollten. Die Beschreibung war jetzt nicht ganz so präzise wie man es gerne hätte und hat uns auch noch ca. 30 km mehr Weg eingebrockt und uns fast zur Verzweifelung gebracht, aber: Der Tip war der Knaller !!! Zwei Portionen Hoki (zu jeweils 2,50 NZD) und zwei Portionen Pommes Frites -- äh, halt -- Chips zu je 2,60 NZD und fertig war das Mittagsmahl. Fish&Chip-mässig in mehrere Lagen Papier eingeschlagen, haben wir uns den bisher schmackhaftesten Fish&Chip "angetan". Und das für etwas mehr als 10 NZD. Da hatten wir schon deutlich schlechtere Qualität für deutlich mehr Geld.

Hier bewahrheitete sich 'mal wieder der bekannte Spruch: "Gutes muss nicht immer teuer sein ..."

Cape Reinga

Dienstag, 15.01.2013

Nachdem wir schon bald nach Anfang unserer Reise am südlichsten Punkt der Südinsel Neuseeland's waren, haben wir auch noch den nördlichsten Punkt der Nordinsel besucht: Cape Reinga mit 34°25'36" S und 172°40'39" O.

Dabei gibt es hier wie am Nordkap in Norwegen einen kleinen Schönheitsfehler ... Beides sind noch nicht einmal die extremsten Punkte, sondern jeweils ein nahegelegener Punkt.

In beiden Fällen kann man das aber verschmerzen, da das Nordkap Neuseeland's eh ein Natrschutzreservat ist und eine touristische Erschließung eher kontarroduktiv für die Natur wäre. Und der schöne Leuchtturm von Cape Reina ist eh ein nettes Fotomotiv.

Auf der Fahrt zum Cae Reinga und zurück haben wir uns noch den Ninety Mile Beach angesehen. Ist schon imposant, wenn man einen Strand zu Gesicht bekommt, der bis zum Horizont geht. Dabei ist der Strand gar keine 90 Meilen lang, wie der Name vermuten lassen würde, sondern nur 55 Meilen (ca. 88 km) ...

Und auf der Nordinsel gibt es sogar noch einen zusammen hängenden Strand, der länger ist: den Baylys Beach bei Dargaville mit mehr als 90 km. Der Ninety Mile Beach ist aber deutlich bekannter ... ;-)

Am Ninety Mile Beach gibt es eine Attraktion: Dünen-Surfen. Diese Sache scheint besonders Kindern viel Spaß zu bereiten. Ohne geeignetes Material (= Surfbrett) und mangels einer besetzten Ausleigstelle konnten wir uns dieser Sache nicht hingeben. Aber wer schon 'mal eine Düne versucht hat zu erklimmen, weiss' eh wie anstrengend so was sein kann ...

Kauri

Dienstag, 15.01.2013

Die wohl bekannteste Baumart Neuseeland's dürfte der Kauri sein. Näheres liefert 'mal wieder Wikipedia: Kauri-Baum

Wie haben uns auf unserer Reise über die Nordinsel als erstes das Kauri-Museum in Matakohe angesehen. Dieses Museum deckt so ziemlich alle Aspekte ab. Neben dem Baum selbst werden auch das Fällen, die Weiterverarbeitung und resultierende Produkte museumsdidatisch super dargestellt. Man möge dies an kleinen Details ablesen. So werden Szenen im Sägewerk sehr real realisiert; sogar an Sägespäne und Ölflecken hat man gedacht ... ;-)

Eine kleine Abteilung wurde auch Bernstein des Kauri gewidmet. Für mich persönlich (Reinhard) war Bernstein immer irgendwie nur mit der Ostsee verbunden ...

Am Nachmittag des gleichen Tages haben wir uns weiter nördlich dann noch die bekanntesten Exemplare der Kauris angesehen: Tane Mahuta, Te Matua Ngahere und die Four Sisters. Bei den Abmassen dieser Gewächse verliert man schnell das Gefühl für Bekanntes.

Motorkettensägen-Anwender aufgepasst: Ein "Baumansprache" bei einem Baum mit 50m Höhe, ca. 13 m Umfang (ca. 4 m Durchmesser ...) und einem Holzvolumen von mehr als 240 m^3 Holzvolumen fällt irgendwie nicht ganz sooo einfach. Und mit bei uns üblichen Schwertlängen von 35 ... 40 cm kommt man an diesen Kameraden eh nicht weit ...

Es ist jetzt nicht so, daß ich unbedingt do ein Teil ummachen möchte, aber es kommen halt lange geübte Mechanismen zum Vorschein ...

Bay of Islands -- Segeln und Dephine

Donnerstag, 17.01.2013

Einer der bedeutendsten Gegenden der Nordinsel ist sicher die Bay of Islands.

Neben geschichtsträchtigen Orten wie Waitangi ist die Bucht mit ihren 144 Inseln einfach eine Augenweide.

Und wenn so viel Wasser da ist, werden auch unzählige wassersportliche Aktivitäten angeboten. Neben Törns zum "Hole in the Rock" ganz im Norden der Bay gibt es auch "swimming with dolphins".

Als wir eines der unzähligen Prospekte in der i-SITE von Paihia durchgeblättert haben, ist uns eine Sache ins Auge gefallen, die sehr interessant war: SailNZ.

Der Anbieter Explore NZ, der in Auckland mit einer ehemaligen Admirals-Cup-Yacht Ausfahrten für Touris veranstaltet, hat in der Bay of Islands die ehemalige Langstrecken-Renn-Yacht "Lion New Zealand" in Betrieb. Dieses Boot hat anno 1984 bei ihrem ersten Renneinsatz Sydney-Hobbard gleich 'mal gewonnen und im Jahr darauf bei einem Weltumseglungs-Rennen auch. Mittlerweile ist die Dame nicht mehr ganz "state of the art" was Rennen anbelangt, aber gesegelt werden, kann sie schon noch.

Bei der "Lion" handelt es sich um ein 80 ft (=24,4 m) lange Yacht mit 105 ft (ca. 32 m) hohem Mast, die für den Touri-Betrieb nur leicht modifiziert wurde. Ansonsten sind noch alle wichtigen Bauteile vorhanden. So darf die "grinder station" nicht fehlen, mit der die verschiedenen Winschen mit Muskelkraft angetrieben werden. Und die wird während der Ausfahrt für die Segelmanöver von den -- zahlenden -- Touris besetzt.

Das macht richtig Laune, wenn fünf Leute gleichzeitig kurbeln. Beim Setzen des Hauptsegels werden die Arme schon richtig müde ... ;-)

Was diesem Spaß jedoch die Krone aufgesetzt hat, war der tierisce Besuch. Sowohl am Vormittag als auch nach der Pause auf einer der Inseln in der Bay haben sich bei voller Fahrt Bottlenose-Delphine zu uns gesellt. Sowohl die als auch wir hatten sichtlich Spaß. Morgens hat unser Skipper sogar zum Mobiltelefon gegriffen und dem Skipper des Bootes für "swimming with dolphins" unsere Position durchgegeben, denn die hatten noch keine Delphine gesichtet ...

Und es müssen jeweils andere "communities" gewesen sein. Nachmittags waren es mehr Tiere und es war mind. ein Junges mit dabei.

Ach ja. Diesmal gibt es sogar Bildmaterial ! Die Kamera war diesmal betriebsfähig ... 8-)

Das war sicher DAS Highlight unseres Aufenthaltes auf der Nordinsel !!!

Erstes kurzes Fazit

Sonntag, 20.01.2013

Die letzten fast 6 Wochen -- und besonders die letzten 5 1/2 Wochen hier in Aotearoa / New Zealand -- waren einfach der Oberhammer !

Worte, denen wir sehr oft begegnet sind bzw. die wir ebenso oft selbst angewendet haben, waren: No worries, awesome, gorgeous, wonderful, extraordinary, unbelieveable, absolutely, great, beautiful, nice, amacing, pictureresct, sooo amacing.

Was wir aber ganz klar feststellen können, ist, dass wir mit dieser Reise einen Traum gelebt haben.

Die Frage für uns lautet schon seit einiger Zeit nicht mehr, ob wir irgendwann einmal dieses tolle Land nochmals bereisen werden, sondern nur wann wir dies tun werden. Und da haben wir sogar schon eine grobe Vorstellung ... ;-)

In Maori lautet die Abschiedsformel für uns also: "E noho ra, Aotearoa !", was soviel heißt wie "Aufwiedersehen Neuseeland !"

Des Rätsel's Lösung

Sonntag, 20.01.2013

Ganz am Anfang diese Blogs haben wir uns als Leuchtturm und Prinz Heinrich vorgestellt und angekündigt, die Herkunft beider Namen irgendwann einmal zu aufzulösen. Nun ist es soweit ...

Beide Namen sind im Hause Fechter entstanden.

Birgit hat ihren Spitznamen anläßlich eines Familienurlaubs in den 1970er Jahren an die Ostsee erhalten. Wahrscheinlich als Anspielung auf Birgit'sdamalige Größe -- sie war damals die "Längste" im Hause Fechter -- ist dieser Namen hängen geblieben und taucht immer 'mal wieder auf.

Reinhard hat seinen Nickname "Prinz Heinrich" erhalten, als er Anfang der 1980er Jahre um die Tochter des Hauses freite und da der Status der Beziehung noch nicht ganz sooo spruchreif war, musste aus Sicht des Hausherren ein Arbeitsname her: Prinz Heinrich.

So einfach ist das ... 8-)